Herzschwäche und Niere

Liegt eine schwere Herzschwäche vor, besteht sehr oft auch eine eingeschränkte Nierenfunktion. Zwischen beiden Organen besteht eine enge Beziehung ("kardiorenales Syndrom"). Eine schwere Herzschwäche führt zu niedrigem Blutdruck. Es kommt zur Aktivierung von Hormonen, die eine Wassereinlagerung in den Körper begünstigen (Ödeme), die Ausscheidung der eingelagerten Flüssigkeit über die Nieren ist eingeschränkt. Die Behandlung der Herzschwäche und der mit ihr einhergehenden Nierenfunktionseinschränkung erfolgt prinzipiell mit den selben Medikamenten, bestimmte Medikamente können jedoch auch zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion oder Störungen der Blutsalze führen (z.B. Diuretika, ACE-Hemmer, AT1-Blocker). Dies kann zu schnell verlaufenden schwerwiegenden Nierenfunktionsstörungen führen. Mitunter führt hier eine (evtl. zeitlich befristete) Nierenersatztherapie über eine Ausschwemmung der Wassereinlagerungen zu einer Besserung der Herzleistung (und damit auch Besserung der Nierenfunktion).