Ernährungsempfehlungen

Eingeschränkte Nierenfunktion


Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten sich wie auch Patienten mit Bluthochdruck meist salzarm ernähren. Leider enthalten viele Nahrungsmittel Salz in hoher Menge (Wurst, Fleisch, Fertignahrung). Ein Kochsalz-Konsum von <6g/d wird empfohlen, dieser Wert ist selbst ohne Zusalzen von Speisen schwer zu erreichen. Patienten mit hohem Blutdruck nehmen oft 10-12g/d Salz zu sich. Durch salzarme Kost kann der Blutdruck oft gesenkt werden.

Bei fortgeschrittener Nierenfunktionseinschränkung ist eine phosphatarme Kost erforderlich (s.u.). Da Phosphat nicht mehr ausreichend ausgeschieden wird und bei Nierenfunktionseinschränkungen auch Störungen im Knochenstoffwechsel auftreten, steigt mit hoher Phosphataufnahme das Risiko für Kalkablagerungen in Gefässen und Organen und damit für Herz- und Kreislauferkrankungen.

Patienten mit fortgeschrittenen Nierenerkrankungen, insbesondere bei hoher Eiweißausscheidung im Urin sollten auf eine eiweißreduzierte Kost (wenig Fleisch, wenig Milchprodukte) achten. Diese kann aber auch beim Vorliegen von Nierensteinen sinnvoll sein.

Ebenso ist, insbesondere beim Vorliegen von Herz- und Gefäßerkrankungen, meist eine cholesterinarme Kost zu empfehlen. Bei der Nahrungsaufnahme sollte auf einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren geachtet werden.

Patienten mit Diabetes mellitus sollten auf eine konsequente Diät und Blutzuckereinstellung achten.



Dialysepatienten

Dialysepatienten unterliegen vielfältigen, sich mitunter überschneidenden Diätbeschränkungen. Hierbei spielt auch das gewählte Therapieverfahren (Hämodialyse/ Peritonealdialyse) eine Rolle. Eine individuelle Beratung ist unerläßlich.

Die Flüssigkeitsaufnahme muß individuell eingeschränkt werden. Außer der täglichen Trinkmenge enthalten viele Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse nennenswerte Mengen Flüssigkeit. Besondere Bedeutung hat die Eingrenzung der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge, wenn gar keine Flüssigkeit über die Nieren mehr ausgeschieden wird. 

Die Verträglichkeit der Dialysebehandlung und das individuelle körperliche Wohlbefinden ist maßgeblich von der Reduktion der Flüssigkeitsaufnahme zwischen den Dialysen abhängig. Starke Schwankungen des Gewichts können besonders zu Beschwerden führen.

Eine natriumarme Kost ist meist notwendig (s.o.), da eine hohe Natriumaufnahme immer auch eine hohe Flüssigkeitsaufnahme nach sich zieht und auch den Blutdruck ungünstig beeinflußt.

Oft ist eine kaliumarme Diät (meiden bestimmter Obstsorten wie Bananen, Weintrauben u.a.) notwendig.

Phosphatarme Kost (wenig Käse, Milch, Nüsse, Hülsenfrüchte, Schokolade etc.) ist in den meisten Fällen erforderlich (s.o.).

Bei allen Diätbeschränkungen ist zu beachten, daß auch eine Unterernährung vermieden werden muß.