Organspende, Transplantation und Nachsorge nach Transplantation

Die beste Nierenersatztherapie ist die Transplantation! Hierfür kommen in Deutschland Spenden von Verwandten 1. oder 2.Grades oder vom Lebenspartner infrage (Lebendspende), sofern diese hierfür bereit sind, gesund sind und sich hierfür eignen. Die Lebenserwartung der Spender ist hierbei normal! Außerdem kann man sich zu Lebzeiten bereiterklären, im Falle seines Versterbens seine Organe zu spenden. Feststellung des Hirntodes, Organentnahme und Transplantation der Organe von Verstorbenen erfolgen voneinander unabhängig und sind gesetzlich klar geregelt. Der Mangel an Spenderorganen führt jedoch dazu, daß die Wartezeiten für eine gespendete Niere im Moment bei ca. 6-8 Jahren liegen. Die Verteilung erfolgt über EUROTRANSPLANT nach transparenten Kriterien. Auch für ältere Patienten mit terminalem Nierenversagen besteht bei guter körperlicher Verfassung die Möglichkeit zur Transplantation. Vor der Listung zur Transplantation in einem Transplantationszentrum sind oft umfangreiche Voruntersuchungen notwendig.

Individuell läßt sich die Funktionsdauer einer transplantierten Niere leider nicht vorhersagen, bei der Mehrheit der transplantierten Patienten funktioniert die Niere aber über viele Jahre. Dennoch kann es sein, daß irgendwann die Rückkehr an die Dialyse oder eine erneute Transplantation notwendig sind. Manche Patienten leben aber schon 30 Jahre mit ihrer transplantierten Niere!

Nach Transplantation ist daher eine lebenslange Nachsorge erforderlich.
Die Unterdrückung des Immunsystems muß lebenslang mit speziellen Medikamenten erfolgen um Abstossungen zu vermeiden. Die ambulant tätigen Nephrologen arbeiten hierbei eng mit den Transplantationszentren zusammen.  Da die Unterdrückung des Immunsystems mit diesen Medikamenten auch Nebenwirkungen (z.B. Infektionsneigung, Tumorrisiko) haben kann, gibt es bestimmte Verhaltensempfehlungen für Transplantierte und es müssen regelmäßig Nachsorgeuntersuchungen erfolgen.


Einen Erfahrungsbericht eines unserer Patienten finden Sie hier: 

Diatra Journal, Zeitschrift für Nephrologie und Transplantation, Ausgabe 3/2010