Nephrologie

Nephrologie= Lehre von den Nieren, Teilgebiet der Inneren Medizin, welches sich mit der Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Nieren (ohne operative Therapie) befaßt.
Die Urologie hingegen ist ein chirurgisches Fachgebiet, welches sich mit der Diagnostik und (operativen) Therapie der Nieren und ableitenden Harnwege beschäftigt.
Die Nieren dienen der Entgiftung des Körpers, der Regulation von Blutsalzen und Wasserhaushalt. Sie sind Bildungs- und Wirkort für Hormone (Kreislauf, Blutbildung, Knochenstoffwechsel).
Ohne ausreichende Nierenfunktion ist ein Überleben nicht möglich, jedoch ist das Nierenversagen durch Nierenersatztherapien mittlerweile gut behandelbar.

Nierenerkrankungen können ererbt (z.B. Zystennieren) oder erworben sein (z.B. Nierenbeckenentzündung, Medikamentenschäden). Sie können nur die Nieren betreffen, können aber auch als Teil von Systemerkrankungen (Stoffwechsel, rheumatische Erkrankungen) auftreten. Eine bestimmte Nierenerkrankung kann durch andere Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche, Arteriosklerose, schädliche Medikamente, Rauchen oder Diabetes verschlechtert werden. Daher ist es notwendig, bei der Behandlung von Nierenfunktionseinschränkungen alle Einflußfaktoren (Blutdruck, Zucker u.ä.) zu beachten und ggf. zu behandeln.

Symptome einer Nierenerkrankung können Schwäche, Übelkeit, Blut im Urin, Ödeme, Luftnot, hoher Blutdruck oder verminderte Urinmenge sein. Bei fortgeschrittener Erkrankung bestehen oft eine Blutarmut und Störungen des Knochenstoffwechsels. Manchmal kann eine Nierenerkrankung auch völlig symptomlos verlaufen.